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Geschrieben von Gunda Hocke-Kalkan
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Donnerstag, 25. Mai 2006 |
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Eines Nachts hatte ich einen Traum: Ich
ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,
Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben. Und jedesmal sah ich zwei
Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn.
Als das letzte
Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als
ich entdeckte, daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen
war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.
Besorgt
fragte ich den Herrn: "Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir
versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, daß in
den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum
hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"
Da
antwortete er: "Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein
lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort wo du nur eine Spur
gesehen hast, da habe ich dich getragen."
Margaret Fishback
Powers
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