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Und es war ein Mann, der von Geburt an blind war. Und er leugnete, dass es
solche Dinge gebe, wie die Sonne, den Mond und die Sterne, oder dass es Farben
gebe. Und sie versuchten vergeblich, ihn zu überzeugen, dass andere Menschen
diese Dinge sähen. Und sie brachten ihn zu Jesus, und Er salbte seine Augen und
machte ihn sehend.
11) Und er freute sich mit
Staunen und Furcht und beteuerte, dass er zuvor blind gewesen sei. Und nun
sprach er: 'Ich sehe alles, ich weiß alles, ich bin ein Gott!'
12) Und Jesus sprach
abermals zu ihm: 'Wie kannst Du alles wissen? Du kannst nicht sehen durch die
Wände Deines Hauses, noch lesen die Gedanken Deiner Mitmenschen, noch verstehen
die Sprache der Vögel oder der wilden Tiere. Du kannst nicht einmal die
Ereignisse Deines früheren Lebens, Deine Empfängnis oder Deine Geburt in Dein
Gedächtnis zurückrufen.
13) Erinnere dich mit Demut,
wieviel dir unbekannt ist, ja unsichtbar. Und wenn du also tuest, dann wirst du
klarer sehen.'
59/10) Aber der Knecht,
der seines Herrn Willen weiß und hat sich nicht bereitet, auch nicht nach
seinem Willen getan, der wird viel Streiche leiden müssen. Der es aber nicht
weiß, hat aber getan, was der Streiche wert ist, wird wenig Streiche leiden.
Denn welchem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und welchem wenig
gegeben ist, von dem wird man wenig fordern.
11) Darum werden die,
welche die Gottheit kennen und den Weg des Lebens und die Geheimnisse des
Lebens und dennoch in Sünde gefallen sind, mit schwereren Strafen bestraft
werden, denn jene, welche den Weg des Lebens nicht gekannt haben.
12) Diese werden
zurückkehren, wenn der Kreis vollendet ist, und ihnen wird Zeit gegeben werden
zu lernen, auf dass sie eingehen können in das Reich des Lichtes.
37/1)
Jesus saß in der Vorhalle des Tempels, und viele waren gekommen, um Seine Lehre
zu hören. Und einer fragte Ihn: 'Herr, was lehrest Du vom Leben?'
2) Und Er sagte zu ihm:
'Selig sind, die viele Erfahrungen durchmachen; denn sie werden durch Leiden
vollkommen werden. Sie werden sein wie die Engel Gottes im Himmel, und sie
werden nimmer sterben, noch werden sie wiedergeboren werden; denn Tod und
Geburt haben keine Herrschaft mehr über sie.
3) Die da gelitten und
überwunden haben, werden zu Pfeilern gemacht werden im Tempel meines Gottes,
und sie werden ihn nie wieder verlassen.
Wahrlich, ich sage Euch, wenn Ihr
nicht wiedergeboren werdet durch Wasser und Feuer, so werdet Ihr das
Himmelreich nicht sehen.'
94/1)
'Es gibt keinen Tod für die, welche an das kommende Leben glauben. Was Ihr für
den Tod haltet, ist das Tor zum Leben, und das Grab ist die Auferstehung für
die, welche glauben und gehorchen. Trauert nicht noch weinet um die, die Euch
verlassen haben, sondern freuet Euch lieber über ihren Eintritt ins
Leben.
2) So wie alle Geschöpfe
aus dem Unsichtbaren hervorgehen in diese Welt, so kehren sie zurück zu dem
Unsichtbaren, und so werden sie wiederkommen, bis sie gereinigt sein werden...
3) Es gibt eine
Auferstehung aus dem Körper und eine Auferstehung in den Körper. Es gibt ein
Aufsteigen des Lebens aus dem Fleische und ein Herabsteigen in das Leben des
Fleisches.
4) Der Körper, den Ihr in
das Grab leget oder der durch das Feuer verzehrt wird, ist nicht der Körper,
der sein wird; denn die kommen, werden andere Körper erhalten, wenn auch ihre
eigenen, und was sie in einem Leben gesäet haben, das werden sie ernten in
einem anderen. Selig sind, die Unrecht leiden in diesem Leben; denn sie werden
größere Freude erleben in dem kommenden Leben. Selig sind, die
Rechtschaffenheit geübt haben in diesem Leben; denn sie werden die Krone des
Lebens empfangen.'
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